• Ausgangslage

    Das Wissen mit dem Umgang von Naturkatastrophen ist lokal gebunden und praxisnah. Leider wird dieses nur selten auf allen Ebenen der Beteiligung protokolliert, weswegen wertvolle Erkenntnisse zur Katastrophenprävention und -bewältigung häufig verloren gehen. Das wird besonders problematisch, wenn Faktoren wie die Nähe zu Krisengebieten (wie Elbe oder Mulde) die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich Naturkatastrophen wiederholen. Gleichzeitig kann man beobachten, dass die Menschen, die wiederholt von bspw. Hochwasser betroffen sind oder als Helferinnen und Helfer eingesetzt werden, über ein besonderes Wissen verfügen, mit der Situation umzugehen. In diesem Zusammenhang sind Bürgerinitiativen wertvolle Quellen, um diese Informationen zu bündeln und aufzuarbeiten. Denn letztendlich sind es diese zivilgesellschaftlichen Organisationen, die ihre Bedürfnisse und Forderungen öffentlich kundtun und somit ihr Wissen in die Politik hineintragen. Die Perspektiven der unterschiedlichen Initiativen und die der politischen Entscheider aus Verwaltung und Parlament sind für diese Studie die wichtigsten Informationsquellen, um lokales Wissen rund um das Sommerhochwasser 2013 zu analysieren und zu dokumentieren.

    Wie gehen wir vor?

    Bei dem Projekt handelt es sich vornehmlich um qualitative Forschungsarbeit. Das bedeutet, dass die Daten anhand von Interviews und Gruppendiskussionen erhoben werden. Aufgrund der gewonnen Erkenntnisse der Analyse dieses Datenmaterials soll zum Ende der Studie eine Onlineumfrage durchgeführt werden.

    Zeitplan

    -Phase 1 (bis Oktober '14): Experteninterviews (und Fokusgruppen)
    -Phase 2: (bis März '15): Auswertung und Dissemination der Ergebnisse

    Ausgangslage
  • Ziele

    Die Ziele der Studie lassen sich an drei einfachen Punkten verdeutlichen:

    1. Die Studie soll das lokale Wissen von Initiativen und Entscheidungsträgern bündeln, um zukünftig diese Erkenntnisse in die politischen Entscheidungs- und Planungsprozesse optimal einzubringen und den Katastrophenschutz und die Präventionsarbeit zu verbessern.

    2. Als Basisorganisationen gehören Bürgerinnitiativen zu den wichtigsten Eckpfeilern unserer Demokratie. Umso wichtiger ist es, ihren Erfolg oder Misserfolg genau zu dokumentieren und Handlungsempfehlungen zur Verbesserung ihrer Situation zu geben. Das bezieht sich besonders auf die interne Organisation. Gleichzeitig ist es wichtig, den externen Erfolg messbar zu machen und zu analysieren. Hierbei interessiert zunächst, inwieweit Forderungen erfolgreich umgesetzt und welche Strategien bei der Umsetzung verfolgt werden. Wichtig ist ebenfalls, dass die umgesetzten Forderungen den Rückhalt der Bürgerinitiative in der Bevölkerung langfristig sichern.

    3. Schließlich ist es interessant, zu beobachten, wie lokal gebunden das Wissen im Umgang mit Hochwasser ist. Verfolgen die unterschiedlichen Landkreise ähnliche Strategien zu seiner Bekämpfung und Prävention? Oder lassen sich Unterschiede in den Entscheidungsprozessen beobachten? Die Forschung soll Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Fallstudien aufzeigen und beim Wissenstransfer zwischen den Akteuern helfen.

    Ziele
  • Studienregion

    Die Studie findet in der Hochwasserregion im Bundesland Sachsen-Anhalt statt.

    1. In der ersten Phase der Untersuchung laden wir Expertinnen und Experten zum Thema Hochwasser- und Katastrophenschutz aus dem ganzen Bundesland ein, Ihr Wissen zum Sommerhochwasser 2013 mit uns zu teilen. Verwaltungsangestellte, Kommunalpolitikerinnen und -politiker sowie Aktive in Bürgerinitiativen werden in dieser Phase der Studie interviewt.

    2. Die zweite Phase des Projektes bezieht sich auf drei konkrete, vergleichende Fallstudien. Hierfür führt das Forschungsteam Gruppendiskussion in der kreisfreien Stadt Halle und den Kreisen Dessau-Roßlau sowie Bitterfeld-Wolfen durch. Wenn Sie davon überzeugt sind, dass Ihr Kreisgebiet ebenfalls an der Studie teilnehmen sollte, dann nehmen Sie bitte einfach unverbindlich Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mit uns auf.

    Bitte helfen Sie uns, die Karte zu vervollständigen!

    Um ein möglichst vollständiges Bild davon zu bekommen, wie sich Bürgerinnen und Bürger rund um das Sommerhochwasser 2013 in Sachsen-Anhalt organisiert haben, möchten wir anhand der nebenstehenden Karte die Heimatorte dieser Initiativen festhalten. Wenn Sie Initiativen kennen, die nicht auf dieser Karte zu finden sind, möchten wir Sie bitten, uns eine Nachricht mit Namen, Anschrift und (wenn vorhanden) Internetadresse in einer kurzen Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mitzuteilen.

    Wo findet die Studie statt?
  • Spenden

    Die Studie wird von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt, die sich in dem Projekt aus Überzeugung engagieren. Dafür benötigen wir nicht nur Ihre ideelle Unterstützung. Sie teilen die Meinung, dass die Demokratie in Deutschland nur mit einer starken Stimme aus der Zivilgesellschaft funktionieren kann. Mit Ihrer Spende bieten Sie uns die Möglichkeit, das Forschungsvorhaben unabhängig zu finanzieren und geben dem Projekt eine solide Basis. Je größer Ihr finanzielles Engagement ist, desto mehr Ressourcen haben wir, um diesem Projekt eine starke Außenwirkung zu geben.

    Ihre Spenden fließen direkt in unsere Arbeit. Alle finanziellen Zuwendungen werden von dpart - Forschung für politische Partizipation gemeinnützige UG (haftungsbeschränkt) verwaltet. Der Think Tank ist mit der Nummer HRB 155764 B beim Registergericht Berlin-Charlottenburg registriert und ist mit folgenden Zwecken gemmeinnützig anerkannt und fördert:

    die Wissenschaft und Forschung
    nach § 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. (n) 1 AO

    das demokratische Staatswesen
    nach § 52 Abs. 2 Satz 1 Nr.(n) 24 AO

    Wir empfehlen Ihnen direkt online über Betterplace.org zu spenden. Sie können unsere Projekthomepage über diesen LINK einsehen und bedarfsorientiert spenden. Sie können ebenfalls schnell und einfach das folgende Spendenformular nutzen.

    Spenden

Spenden per Überweisung

Wer keine steuerlich absetzbare Spendenquittung braucht, kann auch per Überweisung auf das Spedenkonto bei der GLS Gemeinschaftsbank spenden:

dpart - Forschung für politische Partizipation gUG (haftungsbeschränkt)
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Verwendungszweck: Spende

Für Spenden von außerhalb Deutschlands:
IBAN: DE29430609671158273901
BIC: GENODEM1GLS

  • Mitmachen

    Sind Sie kommunalpolitisch tätig oder in einer Bürgerinitiative aktiv (gewesen)? Sind Sie daran interessiert, die Prozesse des Katastrophenschutzes entweder von politischer oder zivilgesellschaftlicher Seite zu beleuchten? Zudem haben Sie keine Scheu, Ihr Wissen dokumentieren und auswerten zu lassen? Dann sind Sie herzlich eingeladen, an unserer Studie teilzunehmen. Nehmen sie einfach informell und unverbindlich Kontakt zu uns auf und wir finden zusammen heraus, wie Sie sich innerhalb der Studie einbringen können.

    Datenschutz in der Forschung

    Alle Informationen, die im Rahmen dieser Forschung gesammelt und ausgewertet werden, werden ausschließlich für die wissenschaftliche Auswertung Rahmen der Hochwasserstudie 2013 und der damit zusammenhängenden Arbeit von d|part verarbeitet. Des Weiteren wird die vertrauliche Behandlung dieser Informationen versichert. Im Forschungsverlauf werden sämtliche Daten und Aussagen anonymisiert. Die nicht anonymisierte Fassung wird nur dem Forschungsteam vorliegen.
    d|part trägt die Verantwortung, dass die Forschung, die im Namen des Think Tanks durchgeführt wird, mit geltendem Gesetz und wissenschaftlicher Ethik übereinstimmen. Die Organisation erwartet von ihren Forscherinnen und Forschern ein hohes Maß an Verantwortung und Integrität.
    Um die Einhaltung dieses Standards zu gewährleisten, wird von dem Forscher erwartet, die Einwilligung der Forschungsteilnehmer zu dokumentieren. Diese ist schriftlich möglich, indem eine Einverständniserklärung unterschreiben wird. Es besteht auch die Möglichkeit zur mündlichen Zustimmung. Die verbale Einverständniserklärung wird dann mit einem Aufnahmegerät festgehalten.

    An der Studie teilnehmen
  • Werden Sie Partner

    Sie finden unser Forschungsprojekt interessant und möchten mit Ihrer Institution unser Projekt unterstützen? Wir sind auf der Suche nach Partnern, die das Projekt ideell und finanziell fördern. Für die Forschung suchen wir Zugang zu Netwerken im Gebiet Sachsen-Anhalt. Dabei sind wir besonders an Kontakte zu Verwaltung, Politik und Bürgerinitiativen interessiert. Selbstverständlich freuen wir uns über Partner, die sich materiell und finanziell einbringen möchten. Nehmen Sie infach Kontakt zu uns auf.

    Projektpartner

    Das Forschungsprojekt ist eine Kooperation zwischen d|part, dem Think Tank für die Erforschung politische Beteiligung mit Sitz in Berlin, und regional | im | puls, einem Beratungsunternehmen aus Halle (Saale), das sich auf die Förderung und Durchführung von unterschiedlichen Beteiligungsformaten spezialisiert hat.

  • Über d|part

    Über d|part: dpart ist ein gemeinnütziger, unabhängiger und überparteilicher Think Tank. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Erforschung und Förderung verschiedener Formen politischer Partizipation. Die Organisation gibt Orientierung beim Erfassen und Verstehen von Bürgermeinungen und der Zivilgesellschaft und hilft, die Wünsche und Anforderungen der Bürger an Formen der politischen Beteiligung umzusetzen. Hierzu führt der Think Tank Forschungsaufträge öffentlicher und privater Institutionen aus, seine Forscherinnen und Forscher lehren an Schulen und Universitäten, und beraten öffentliche Institutionen in Workshops und Seminaren. Als zentraler Bestandteil politischer Beteiligung ist bürgerschaftliches Engagement ein wichtiger Teil der Forschungsprojekte und spielt eine Rolle in vielen Handlungsempfehlungen.

  • Über regionalimpuls

    Die regional | im | puls ist eine parteiunabhängige Beratungsagentur mit Sitz in Halle (Saale) und Berlin. Kernkompetenz des Unternehmens ist die passgenaue Erstellung von Beteiligungsprozessen für Kunden in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, sowie Schulungen und Workshops in den Bereichen Projektmanagement, Integration und Willkommenskultur, Familienfreundlichkeit und Beteiligungmethoden. Die tägliche Arbeit der regional | im | puls mündet in die übergeordnete Unternehmensvision einer gestärkten Politik und Zivilgesellschaft, die verantwortungsbewusst und gezielt Dialog- und Meinungsbildungsprozesse in Kommunen, Unternehmen und Vereinen zur Einbindung aller Anspruchsgruppen einbringen.

Das Forschungsteam

  • Timothy Atkins

    Timothy Atkins

    Timothy Atkins studierte Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaften, sowie Ethnologie und Politikwissenschaften an der Universität Siegen und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Er arbeitete als wissenschaftlicher Koordinator an der Universität Halle und als Leiter einer Vielzahl von Projekten im nationalen und internationalen Rahmen. Seit 2011 ist er einer von vier Gesellschaftern der regional | im | puls.

  • Dr. Götz Frommholz

    Dr. Götz Harald Frommholz

    Götz Frommholz hat in Bielefeld Soziologie mit den Schwerpunkten Sozialpsychologie, Wirtschaftssoziologie und Politikwissenschaft studiert und promovierte an der University of Edinburgh. Heute ist er Dozent an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin. Bei d|part ist er Partner, Managing Director und leitet einzelne Forschungsprojekte.

  • Anne Heyer

    Anne Heyer

    Anne Heyer ist Doktorandin an der Universität Leiden in den Niederlanden und erforscht dort die Entstehung früher Parteien als politische Organisationen. Sie ist Research Fellow bei d|part und kümmert sich neben zentralen Foschungsarbeiten um die Organisation wie Kommunikation des Think Tanks.

  • Christine Hübner

    Christine Hübner

    Christine Hübner studierte Sozialwissenschaften, Psychologie und Betriebswirtschaftslehre in Bremen und Rotterdam. Bei d|part ist sie Partnerin, Lead Researcher und betreut speziell den Forschungsbereich Individuum. Ein weiterer Aufgabenbereich ist die Organisation der Forschung.

  • Wanja Seifert

    Wanja Seifert

    Wanja Seifert studierte Wirtschaftswissenschaften sowie Politikwissenschaft an der Otto-von-Guericke Universität in Magdeburg und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Jahrelange Arbeitserfahrung in der Kundenbetreuung und –beratung sammelte er bei mehreren Mittelstands- und Großunternehmen in ganz Deutschland. Seit 2011 ist er einer von vier Gesellschaftern und Key Account Manager der regional | im | puls.

Kontakt

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